COPD – das unbekannte Kürzel, das Leben verkürzt

 

Ungefähr 800.000 Österreicher/innen sind von der Lungenerkrankung COPD betroffen. Diese verläuft schleichend. Am Anfang merken Betroffene eine leichte Kurzatmigkeit oder eine nachlassende Kondition kombiniert mit einem morgendlichen Husten. Rauchen ist die häufigste Ursache für diese Erkrankung.

 

Frage 1: Warum ist COPD gefährlich?

COPD wird lange nicht als Krankheit erkannt. Die Atemwege reagieren zu Beginn mit morgendlichem Husten und Auswurf („Raucherhusten“) auf die eingeatmeten Schadstoffe. Die vermehrte Atemnot wird als mangelnde Kondition interpretiert. Wird die Erkrankung allerdings nicht schon in einem frühen Stadium behandelt, kann es mit Fortschreitung der Erkrankung zu einer schweren Beeinträchtigung der Lebensqualität und zu einer Verkürzung der Lebenszeit führen.

 

Frage 2: Warum kommt es zur Atemnot?

Signifikant für COPD ist der so genannte „Lufthunger“. Es wird als Wahrnehmung von Enge im Brustraum beschrieben. Durch die entzündeten und dadurch verengten Bronchien können Betroffene nicht vollständig ausatmen – es bleibt Luft in der Lunge und dadurch entsteht Atemnot.

 

Frage 3: Können nur Raucher/innen COPD bekommen?

80% der Betroffenen haben geraucht oder rauchen. Rauchen und die eingeatmeten Schadstoffe sind die häufigste Ursache für COPD. Auch Passivrauch begünstigt die Entwicklung der Erkrankung. Frauen sind bei der Entwicklung, der Schwere und dem Verlauf empfindlicher.

 

Frage 4: Was passiert bei COPD in der Lunge?

Drei Faktoren treten zusammen bei COPD auf: eine konstante Entzündung, eine Verengung der Bronchien und eine Blähung der Lungenbläschen. Diese können in unterschiedlicher Stärke auftreten. Verschiedene Schadstoffe, v.a. Zigarettenrauch, lösen die elastischen Strukturen des Lungengewebes auf und zerstören diese unwiderruflich. Aus diesem Grund wird weniger Sauerstoff in die Lunge aufgenommen.

 

Frage 5: Lässt sich die Erkrankung stoppen?

Ja, vor allem wenn sie in einem frühen Stadium mittels eines Lungenfunktionstest erkannt wird. Wenn dann alle notwendigen Schritte, wie ein Rauchstopp, umgesetzt und die Medikamente eingenommen werden, ist es wahrscheinlich, dass die Entwicklung der Erkrankung gestoppt wird. Ganz heilbar ist sie jedoch nicht.

 

Frage 6: Wie wird COPD behandelt?

COPD ist nicht heilbar. Das Fortschreiten der Erkrankung kann allerdings mit einigen Maßnahmen eingedämmt werden:

  • Raucherentwöhnung
  • medikamentöse Behandlung und
  • Sauerstofftherapie

Zusätzliche förderliche Schritte sind Bewegungstraining und bei Bedarf Gewichtsreduktion.

Quelle: https://www.minimed.at/medizinische-themen/lunge/7-fragen-zu-copd/

 

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© MedMedia Verlags Ges.m.b.H

 

Weiterführende Informationen:

http://www.lungenunion.at (03.04.2018)

LOT, Österreichische Selbsthilfegruppe COPD, Lungenfibrose und Langzeit-Sauerstoff-Therapie (03.04.2018)

Gold-Richtlinie (03.04.2018)

Liste aller COPD-Rehabilitationszentren in Österreich

 

 

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