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In Österreich sterben rund 35 Personen täglich an den Folgen des Tabakkonsums und des Passivrauchens. Maßnahmen der Tabakkontrolle helfen, um vor den Folgen des Tabakkonsums zu schützen. Die vergangene Konferenz für Tabakkontrolle gibt dazu aktuelle Informationen.

Von: Das RauchfreiTelefon | 15. December 2025 | Literatur und Hintergrundwissen, Nachrichten vom Rauchfrei Telefon

Neues zur Tabakkontrolle – direkt aus Heidelberg

Highlights aus dem diesjährigen Konferenzprogramm:

Am 3. und 4. Dezember fand im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg die 23. Deutsche Konferenz für Tabakkontrolle statt. Veranstalter war das WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Nichtrauchen. Rund 300 Personen nahmen in Präsenz oder online teil. Das Rauchfrei Telefon war mit einem Beratungsstand und einem Vortrag vertreten.

Schwerpunkte der diesjährigen Konferenz zur Tabakkontrolle waren insbesondere die Prävention sowie die Tabakentwöhnung. Zudem fördert die Konferenz den aktiven Austausch und die Zusammenarbeit aller Expertinnen und Experten.

Highlights aus dem diesjährigen Konferenzprogramm:

Wie wichtig es ist, dass wir als Expertinnen und Experten auf unsere Worte achten, zeigte Waltraud Posch in Ihrem Vortrag auf und brachte zahlreiche Beispiele, wie die Tabakindustrie mit Worten die gesundheitsschädliche Wirkung ihrer Produkte verharmlost.

Inspirierend und motivierend war die Präsentation der Niederlande – auf dem Weg zur rauchfreien Generation.

Aktuelle Zahlen zur Prävalenz bei Jugendlichen in Österreich präsentierte Irene Schmutterer. Dabei wurde ersichtlich, dass E-Zigarette und Zigarette aktuell die Einstiegsprodukte in den Tabakkonsum darstellen. Buben tendieren eher zu Nikotinbeuteln, Mädchen konsumieren häufiger E-Zigaretten. Dual-Use, also die Nutzung von Zigaretten und E-Zigaretten findet sich häufiger bei Mädchen.

Anil Batra konnte über den Prozess zum Rauchfreien Krankenhaus und die erfolgte Rezertifizierung des Universitätsklinikum Tübingen mit Silber berichten. Die klare Entscheidung des Vorstandes sowie die Einbeziehung aller Bereiche und Berufsgruppen waren hier essenziell für die erfolgreiche Umsetzung.

Zahlreiche Angebote zur Entwöhnung wurden vorgestellt, von der systematischen Ansprache des Rauchverhaltens von Krankenhauspatienten, der hausärztlichen Kurzintervention in Kombination mit der Kostenerstattung von Pharmakotherapie zur Tabakentwöhnung, über spezielle Programme für Schwangere bis hin zur Telefonberatung.

Mit der Dokumentation der Nutzung von Nikotinprodukten in Musikvideos zeigte Reiner Hanewinkel auf, wo Werbe- und Sponsoringverbote aktuell noch nicht greifen.

Mit Aktuellem aus dem Tabakmonitoring veranschaulichte Elena Gomes de Matos, wie mehrmalige Steuererhöhungen von 10% die Prävalenz um je 4% senken könnten.

Neue Produkte, wie Roiboos-Zigaretten für Tabakerhitzer, nutzen Schlupflöcher in den aktuellen gesetzlichen Regelungen, um Konsumentinnen und Konsumenten bei der Stange zu halten.

Marina Hinßen zeigte, welche Faktoren die Nutzung von Zigarette und E-Zigaretten bei Jugendlichen beeinflussen: Positive Erwartungen an die Nutzung einer E-Zigarette führen eher dazu, dass diese auch ausprobiert wird (z.B. Wohlbefinden oder guter Geschmack). Oft vapen Jugendliche, um Probleme zu bewältigen oder zu entspannen. Zudem beeinflusst die Verfügbarkeit der Produkte deren Nutzung durch Jugendliche.

Das gesamte Programm finden Sie hier:

Programm deutsche Konferenz für Tabakkontrolle 2025 

Programm als PDF 

Take Home: Der neue Tabakatlas 2025 und der Tabaklobby-Index sind online verfügbar.

Wir sagen ein herzliches Dankeschön, für die professionelle Organisation, die interessanten Beiträge, die inspirierenden Gespräche und den Austausch. Bis nächstes Jahr!

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