Kautabak & Co

Kautabak, Lutschtabak und Schnupftabak werden auch unter dem Namen „rauchlose“ Tabakprodukte zusammengefasst.

Kautabak wird meist nicht nur gekaut, sondern in die Backe gelegt. Wenn der Geschmack oder auch die Wirkung des Tabaks nachlässt wird er leicht mit den Zähnen ausgedrückt.
Lutschtabak wird zwischen Unterlippe und Zahnfleisch oder in eine der Backentaschen geklemmt. Schwedischer „Snus“ ist eine besondere Form des Lutschtabaks, der in allen anderen EU Ländern verboten ist.
Schnupftabak wird in die Nase eingezogen und ist auch unter dem Namen „Snuff“ bekannt.

Auch wenn bei rauchlosen Tabakprodukten jene Schadstoffe wegfallen, die durch den Verbrennungsprozess beim Zigarettenrauch entstehen, enthalten sie dennoch mindestens 20 krebserregende Stoffe, darunter v.a. krebserregende tabakspezifische Nitrosamine. Diese Stoffe gelangen durch die Schleimhäute in die Blutbahn und beeinträchtigen nachhaltig die Gesundheit.

Ein regelmäßiger Konsum kann Mundhöhlen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs sowie Herz- und Kreislauf-Erkrankungen auslösen. Bei schwangeren Frauen wurden hohe Nikotinwerte im Blutkreislauf der Ungeborenen festgestellt mit schwerwiegenden Folgen für die vorgeburtliche Entwicklung (mehr dazu: Schwangerschaft). Durch den direkten Kontakt der Tabakprodukte im Mundbereich werden Zähne (Entwicklung von Karies) und Zahnfleisch (irreversible Parodontose) stark geschädigt.

Mehr dazu:
Rauchlose Tabakprodukte: Jede Form von Tabak ist gesundheitsschädlich
Rote Reihe Tabakprävention und Tabakkontrolle Band 6, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg, 2006

Quellen:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Deutschland
Deutsches Krebsforschungszentrum