Verkauf & Vermarktung

Hinweis: 2016 wurde die Änderung des Tabakgesetzes und des Gesundheits- und Ernährungssicherheitsgesetzes von Nationalrat und Bundesrat beschlossen. Die Novelle des Tabakgesetzes zur Implementierung der TPD II tritt schrittweise in Kraft. Die angeführten Regelungen beziehen sich auf die noch gültige Tabakgesetz-Novelle von 2009.

Durch gesetzliche Regelungen wird versucht, die Werbe- und Verkaufsmöglichkeiten der Tabakindustrie einzugrenzen. So sollen Jugendliche erst gar nicht in die Abhängigkeitsfalle tappen und Raucher/innen motiviert werden, rauchfrei zu werden. Lesen Sie hier mehr zu Mindestpreisregelung, Warnhinweisen sowie Werbung und Sponsoring.

Mindestpreisregelung

In Österreich müssen Zigaretten mindestens 3,25 Euro je Packung (20 Stück) kosten. Das schreibt die amtliche „Mindestpreisverordnung“ des Gesundheitsministeriums vor, die seit dem 15. Mai 2006 marktwirksam ist.

Mehr dazu: BGBl. Nr. 47/2006

Warnhinweise

Ab 20. Mai 2016 sind kombinierte gesundheitsbezogene Warnhinweise (Text + Bild) mit einer Information zum „Rauchfrei Telefon: 0800 810 013. www.rauchfrei.at“ auf alle Rauchtabakerzeugnisse zu drucken. 1 Jahr später dürfen nur noch Rauchtabakerzeugnisse mit den neuen Hinweisen verkauft werden.

Werbung & Sponsoring

In Österreich gilt eine teilweise Beschränkung der Tabakwerbung, d.h. die Bewerbung ist nur in bestimmten Fällen verboten.

Das Verbot betrifft die Werbung in Fernsehen und Hörfunk und in jugendfreien Kinovorstellungen. Des Weiteren ist Werbung in Sichtweite von Schulen und Jugendzentren sowie in dem Fall, dass sie sich unmittelbar an Jugendliche richtet, verboten.

Grundsätzlich untersagt ist die Gratisverteilung von Tabakerzeugnissen. Die Verteilung von Werbeartikeln an Kinder und Jugendliche, die im Zusammenhang mit Tabakerzeugnissen stehen, ist ebenso verboten wie die Verbreitung von Werbeartikeln, die für Kinder bestimmt sind. Außerdem darf die Werbung für Tabakerzeugnisse nicht mit Werbung für andere Produkte kombiniert werden; Werbung auf Plakaten, in Druckschriften und im Kino muss mit einem Hinweis auf die Gesundheitsschädlichkeit versehen sein. Die Beschränkungen dürfen nicht durch indirekte Werbung für andere, wie Tabakwaren aufgemachte Produkte umgangen werden. Sponsoring ist im Rahmen der genannten Beschränkungen zulässig.

Einige Beschränkungen bestehen hinsichtlich der Werbung für bestimmte Zigaretten (z.B. filterlose) oder hinsichtlich des Inhalts (Darstellung jugendlicher Raucher, Verwendung von Comics …).

(Tabakgesetz BGBl. 431/1995, zuletzt geändert durch die Novelle Bundesgesetz BGBl. I Nr. 120/2008)

Mehr dazu: RIS