Wenn Babys zu Hause mitrauchen

 

Innerhalb der letzten zwei Jahre wurden im Wilhelminenspital 185 Säuglinge wegen einer schweren Atemwegsinfektion behandelt. Im Zuge dieser Behandlung wurde erhoben, ob die Babys Passivrauch ausgesetzt sind.

 

Bei 48 Prozent rauchten die Eltern, 42 Prozent davon taten dies auch in ihrer Wohnung. Acht Prozent der Eltern gaben an, dass die Säuglinge bis zu drei Stunden jeden Tag in einem geschlossenen Raum verbringen, in dem auch geraucht wird.

 

„Kinder, die vor der Geburt und während ihrer Kindheit Tabakrauch ausgesetzt sind, haben von Anfang an schlechtere Karten“, betont Oberärztin Angela Zacharasiewicz von der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde im Wilhelminenspital.

 

Zumindest 25 der 185 Babys waren dem Passivrauch auch noch ausgesetzt, als sie bereits krank waren. 20 Prozent der befragten Mütter haben laut eigener Angaben  auch in der Schwangerschaft geraucht, die Dunkelziffer dürfte deutlich größer sein.

 

Im internationalen Vergleich sind diese Werte sehr hoch. Zacharasiewicz: „Die Studie zeigt, wie weit Österreich beim Nichtraucherschutz hinterher hinkt. Wir sind nicht einmal in der Lage, unsere eigenen Kinder zu schützen“. Es wird die Intensivierung von gezielter Aufklärung, Rauchverbot auf Spielplätzen und allen öffentlichen Orten und die drastische Erhöhung der Zigarettenpreise gefordert.

 

KAV-Studie zu Passivrauchen bei Kindern

 

Neue Studie: Viele Babys sind zuhause Tabakrauch ausgesetzt

 

 

 

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