Tabakkontrolle: Schutz für Gesundheit und Zukunft
Wie retten Maßnahmen gegen Tabakkonsum Leben?
Was ist Tabakkontrolle?
Tabakkonsum zählt zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken unserer Zeit. Er verursacht schwere Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen und betrifft nicht nur Rauchende selbst, sondern auch Menschen in ihrem Umfeld. In Österreich sterben rund 35 Personen täglich an den Folgen des Tabakkonsums und des Passivrauchens.
Tabakkontrolle schafft Rahmenbedingungen, die Gesundheit schützen, den Einstieg in die Nikotinabhängigkeit erschweren und den Ausstieg erleichtern.
Ein zentrales Ziel der Tabakkontrolle ist es, insbesondere Kinder, Jugendliche und rauchfreie Personen vor den Folgen von Tabak- und Nikotinprodukten zu bewahren.
Gleichzeitig unterstützt Tabakkontrolle Menschen dabei, mit dem Rauchen aufzuhören – durch Information, Schutzmaßnahmen und konkrete Hilfsangebote.
Maßnahmen zur Tabakkontrolle
Die Basis zur Tabakkontrolle bietet das Rahmenübereinkommen der Weltgesundheitsorganisation zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (engl. WHO Framework Convention on Tobacco Control, WHO FCTC). Österreich hat die FCTC im Jahr 2003 unterzeichnet und 2005 ratifiziert. Das bedeutet, dass Österreich seit 2005 verpflichtet ist, die Maßnahmen der FCTC umzusetzen.
Dieses Rahmenübereinkommen sieht eine Reihe von nationalen, regionalen und internationalen Maßnahmen zur Tabakkontrolle vor. Dazu zählen Verpflichtungen betreffend Produktion, Verkauf, Vertrieb, Werbung, Besteuerung und politische Maßnahmen.
Was bedeutet Tabakkontrolle?
Unter Tabakkontrolle versteht man eine Reihe von Maßnahmen, die Menschen vor den Folgen von Tabakkonsum und Passivrauch schützen. Die WHO beschreibt dazu sechs Maßnahmen unter dem Begriff:
MPOWER
M – Monitoring: Daten und Fakten zur Nutzung von Tabakprodukten erheben, um gezielt Präventionsmaßnahmen setzen zu können.
P – Protect: Durch Verbote und das Schaffen rauchfreier Zonen vor den Folgen des Tabakkonsums schützen.
O – Offer: Angebote zum Ausstieg aus der Tabak-/Nikotinabhängigkeit schaffen.
W – Warn: Über die Gefahren des Tabakkonsums aufklären und informieren, beispielsweise über Warnhinweise auf Zigarettenpackungen.
E – Enforce: Werbe- und Sponsoringverbote durchsetzen.
R – Raising taxes: gezielte Steuererhöhungen senken nachweislich den Anteil von rauchenden Personen in der Bevölkerung.
Warum ist Tabakkontrolle wirksam?
Internationale Erfahrungen zeigen klar: Länder mit konsequenter Tabakkontrolle haben weniger rauchende Personen, weniger tabakbedingte Erkrankungen und geringere Gesundheitskosten. Rauchfreie Räume schützen vor Passivrauch, Warnhinweise erhöhen das Risikobewusstsein und höhere Preise senken vor allem bei Jugendlichen den Einstieg in die Nikotinabhängigkeit.
Tabakkontrolle ist damit kein Eingriff in persönliche Freiheit, sondern eine wirksame Maßnahme zum Schutz der öffentlichen Gesundheit – und ein wichtiger Schritt hin zu einer rauchfreien Zukunft.
LINKS:
WHO Framework Convention on Tobacco Control
Europäische und internationale Tabakpolitik
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