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Tabakabhängigkeit

Körperliche und psychische Abhängigkeit von Tabak und Nikotin

Rauchen (inhalatives Zigarettenrauchen) macht sehr schnell abhängig. Bald nach den ersten Rauchversuchen, die meist schon im Jugendalter passieren, entwickelt sich die Abhängigkeit. Der Großteil jener Personen, die rauchen, ist körperlich und/oder psychisch abhängig. Abhängig zu sein bedeutet, dass sich Entzugssymptome zeigen, wenn der gewohnte Stoff dem Körper nicht zugefügt wird. Die körperliche Abhängigkeit entwickelt sich durch den Suchtstoff Nikotin. Die psychische Abhängigkeit entwickelt sich durch die zig-fach wiederholte Nutzung der Zigarette. Rauchen wird mit bestimmten Situationen verknüpft (Kaffee und Zigarette, Pause, Alkohol und Zigarette, …). Wenn sich die Abhängigkeit entwickelt hat, benötigt die Person die Zigarette in diesen Situationen. Oft reicht auch schon ein Bild oder der Gedanke an bestimmte Situationen, um Verlangen nach einer Zigarette zu spüren. Ist keine Zigarette verfügbar, macht sich Unruhe oder Nervosität breit. Das ist ein erster Hinweis auf die Abhängigkeit.

Woran erkennen Sie eine mögliche Abhängigkeit?

Viele Raucher/innen spüren selbst, ob eine Abhängigkeit besteht, indem sie merken, dass sie Zigaretten in manchen Situationen oder regelmäßig einfach „brauchen“. Manchmal ist es auch nicht so einfach oder angenehm, sich die eigene Abhängigkeit einzugestehen.

Freiheit fühlt sich einfach besser an als Abhängigkeit.

Zeichen für eine mögliche Abhängigkeit sind zum Beispiel

  • starkes Verlangen nach einer Zigarette (speziell in der Früh)
  • ein oder mehrere vergebliche Versuche aufzuhören oder eine Zeitlang rauchfrei zu bleiben
  • regelmäßiges, meist tägliches Rauchen
  • Unruhe und Nervosität, wenn keine Zigaretten verfügbar sind
  • wegen dem Rauchen werden andere Aufgaben oder Interessen vernachlässigt

Fagerströmtest zur Nikotinabhängigkeit

Mit diesem Test können Sie Ihre körperliche Abhängigkeit herausfinden. Auch wenn Sie nur eine geringe Punktezahl erzielen, kann dennoch eine Abhängigkeit vorliegen, die vor allem psychisch ausgeprägt ist. In einer genauen Anamnese durch Expertinnen und Experten kann Ihre individuelle Situation erhoben werden, um die besten Strategien zur Entwöhnung zu finden.

Hooked on Nicotine Checklist

Mit diesen 10 Fragen des HONC (Hooked on Nicotine Checklist) kann eine beginnende Abhängigkeit im Jugendalter herausgefunden werden.

Diagnose Tabakabhängigkeit

Tabakabhängigkeit ist eine Suchterkrankung – auch wenn es in unserer Gesellschaft und in der Gesundheitsversorgung noch noch nicht die nötige Beachtung findet, und daher die Diagnose und Behandlung in vielen Fällen nicht erfolgt.

Tabakabhängigkeit ist wie alle Krankheiten in der International Classification of Diseases (ICD-10) definiert. Auf dieser wissenschaftlichen Grundlage ist der schädliche Gebrauch, die Abhängigkeit und der Entzug von Tabak klar beschrieben und mit Diagnosekriterien hinterlegt. 

Die Diagnose Tabakabhängigkeit wird gestellt, wenn mindestens drei der folgenden sechs Kriterien in den letzten zwölf Monaten vorhanden waren:

  • Ein starker Wunsch oder Drang zu rauchen
  • Die eingeschränkte Kontrolle über den Beginn, die Beendigung und der Menge des Tabakkonsums
  • Eine körperliche Entzugserscheinung bei Beendigung oder Reduktion des Konsums wie depressive Verstimmung, Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörung, Ärger, Unruhe
  • Toleranzentwicklung: um eine Wirkung zu erzielen, sind zunehmend höhere Dosen erforderlich
  • Zunehmende Vernachlässigung anderer Aktivitäten und Interessen zugunsten des Konsums
  • Anhaltender Konsum trotz des Nachweises eindeutiger schädlicher Folgen

Rauchen ist also meist keine „schlechte Gewohnheit“ oder kein „kleines Laster“!  In den meisten Fällen besteht eine körperliche und/oder psychische Abhängigkeit. Mit Hilfe gelingt es leichter, die Abhängigkeit zu beenden!

Alternativen zum Rauchen

Es gibt viele Möglichkeiten, um nicht zur Zigarette zu greifen!

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