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Passivrauch

Fakten über Passivrauch und Dritthandrauch

Passivrauch

Passivrauch entsteht durch das Rauchen von Tabakprodukten. Auch jene, die selbst nicht aktiv rauchen, atmen die Giftstoffe, die durch das Verbrennen und Verglimmen entstehen, ein. Tabakrauch gefährdet daher nicht nur die Gesundheit der Raucher/innen selbst, sondern auch jener Menschen, die in ihrer Umgebung leben oder arbeiten. Kinder, Säuglinge, Ungeborene, alte und kranke Menschen reagieren besonders sensibel auf den Einfluss der Schadstoffe.

Passivrauch ist vorhanden, wenn gerade aktiv geraucht wird und lagert sich auch in Form von Feinstaub ab. Diese kleinen Feinstaubpartikel bleiben lange nach dem Ausdämpfen der Zigarette
– an Menschen, z.B. in Haaren, auf der Haut, in der Kleidung,
– in Räumen, z.B. an Wänden, auf Möbeln, in Teppichen, in Vorhängen und Autositzen.

Diese Ablagerungen von Passivrauch nennt man auch Dritthandrauch. Der Feinstaub wird wieder an die Raumluft abgegeben, auch wenn gerade nicht aktiv geraucht wird und wird so wieder eingeatmet.  Der Aufenthalt in Räumen, in denen geraucht wird, schadet daher der Gesundheit, auch wenn gerade nicht aktiv geraucht wird. Lüften reicht nicht aus, um diese Feinstaubpartikel zu entfernen.

Auswirkungen von Passivrauchbelastung

Kurzfristige Auswirkungen von Passivrauch sind:

  • Augenbrennen bzw. tränende Augen
  • Kopfschmerzen
  • Reizungen der Atemwege
  • Müdigkeit

Mittelfristige Auswirkungen sind:

  • Schwellungen und Rötungen der Schleimhäute
  • vermehrte Infektanfälligkeit
  • Schwindelanfälle und
  • Atemlosigkeit

Langfristige Auswirkungen:

Passivrauchbelastung führt zu denselben Erkrankungen wie aktives Rauchen und kann dadurch auch Erkrankungen mit Todesfolge bewirken.

Passivrauchbelastung im Auto

Rauchen im Auto stellt eine besondere Gesundheitsbelastung für alle Mitfahrenden dar, da die Schadstoffkonzentration im Auto wesentlich höher ist als in jedem anderen Innenraum. Besonders für Kinder ist dies eine starke Belastung durch Giftstoffe aus dem Tabakrauch. Die Abgabe von Passiv- und Dritthandrauch erfolgt,, auch wenn gerade aktiv nicht geraucht wird. Daher reicht es nicht, nur dann nicht zu rauchen, wenn Kinder und Jugendliche mitfahren.

Passivrauchbelastung bei Kindern

Rauchen in Anwesenheit von Kindern stellt für diese eine Gesundheitsbelastung dar, gegen die sie sich nicht wehren können. Kinder reagieren empfindlicher auf die Gifte als Erwachsene, weil sich ihr Körper noch in Entwicklung befindet. Sie haben eine höhere Atemfrequenz, atmen dadurch mehr Giftstoffe ein und zusätzlich können ihre Organe die Schadstoffe noch nicht so schnell verarbeiten wie die Organe Erwachsener.

Babys, die Tabakrauch einatmen, sterben nachweislich öfter am „plötzlichen Kindstod“ als Babys, die in einer rauchfreien Umgebung aufwachsen.

Wenn Kinder mitrauchen, wird ihr Abwehrsystem geschwächt. Deshalb sind sie insgesamt häufiger krank.

Kinder, die Passivrauch ausgesetzt sind, haben unter anderem ein erhöhtes Risiko für:

  • Atemwegsprobleme (Bronchitis, Lungenentzündung, Asthma)
  • Mittelohrentzündungen
  • Schwindel, Bauch- & Kopfschmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • Kariesentwicklung

Schutz vor Passivrauch

Tabakrauch ist der wichtigste vermeidbare Innenraumschadstoff. Sie können sich und Ihr Umfeld einfach vor Passivrauch schützen:

Halten Sie Ihre Wohnräume komplett rauchfrei.
Zigarettenrauch setzt sich an Decken, Wänden und Kleidung ab. Lüften entfernt die Schadstoffe nicht vollständig. Auch wenn nur in einem Raum geraucht wird, verteilen sich die Schadstoffe in die anderen Räume. Türen sind kein ausreichender Schutz vor Passivrauch.

Weisen Sie Ihre Gäste darauf hin, dass Ihre Wohnung rauchfrei ist.
Argumentieren Sie ruhig und sachlich, wenn Sie erklären, warum bei Ihnen nicht geraucht wird. Die meisten Raucher/innen wissen einfach nicht, wie stark sie anderen mit ihrem Tabakrauch schaden.

Halten Sie Ihr Auto rauchfrei.
Die Konzentration der Tabakgifte in einem verrauchten Auto ist bis zu 23 Mal höher, als in anderen verrauchten Innenräumen.

Bestehen Sie auf Rauchfreiheit in Anwesenheit von Kindern und Jugendlichen.

Bitten Sie Großeltern, Babysitter und andere Bezugspersonen, nicht in Anwesenheit von Kindern zu rauchen.
In Kinderkrippen, Kindergärten und auf Kinderspielplätzen sollte es selbstverständlich sein, dass nicht geraucht wird.

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