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Nikotinersatzprodukte

Eine vorübergehende Unterstützung bei Entzugserscheinungen

Unterstützung durch Nikotinersatzprodukte

Für manche, v.a. körperlich abhängige Raucher/innen ist es sinnvoll und hilfreich, Medikamente als vorübergehende Unterstützung beim Rauchstopp zu verwenden. Zugelassene Medikamente zur Raucherentwöhnung können Entzugserscheinungen wesentlich verringern und somit die Verhaltensänderung erleichtern. Für verschiedene Rauchverhalten stehen unterschiedliche Präparate zur Verfügung. Für alle Präparate wird empfohlen, dass die Einnahme von einer professioniellen Beratung zur Tabakentwöhnung begleitet wird.

Die Kosten für medikamentöse Unterstützung müssen selbst gezahlt werden. Sie entsprechen meist den Kosten, die vor dem Rauchstopp für die Zigaretten angefallen sind. Der große Vorteil ist allerdings, dass die Kosten für die medikamentöse Unterstützung nach einigen Wochen wieder wegfallen.

Für weiterführende Informationen und wegen eventueller Gegenanzeigen und Anwendungsbeschränkungen konsultieren Sie bitte unbedingt Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder Ihre Apothekerin/Ihren Apotheker.

 

Nikotinersatzprodukte

Nikotinpräparate dienen als vorübergehende Unterstützung zur Tabakentwöhnung, sie sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Sie sollen nur zum vorübergehenden Ersatz für Zigaretten werden, um sich zunächst entspannt der Verhaltensänderung widmen zu können. Die Gefahr einer Abhängigkeit ist gering, da das medizinische Nikotin der Nikotinpräparate vom Körper langsamer aufgenommen wird als der Suchtstoff der Zigarette. Nikotinpräparate sind im Unterschied zur Zigarette nicht darauf ausgelegt, Abhängigkeit zu erzeugen. Weiters sind Nikotinpräparate im Vergleich zu Zigaretten frei von sämtlichen Schadstoffen wie beispielsweise Teer oder Kohlenmonoxid.

Die Durchführung der Nikotinersatztherapie ist einfach und bei sachgemäßer Anwendung für Raucher/innen ungefährlich. Nichtraucher/innen sollten Nikotinersatz nicht benutzen.

Nikotinkaugummi

Beim Kauen des Nikotinkaugummis wird Nikotin freigesetzt und über die Mundschleimhaut aufgenommen. Mit Hilfe dieses Kaugummis gelingt es, innerhalb von etwa fünf Minuten einen wirksamen Nikotinspiegel aufzubauen.

Kauen Sie ihn nicht wie einen herkömmlichen Kaugummi! Beißen Sie ein- bis zweimal hinen, dann parken Sie ihn in der Wangentasche ab und warten bis die Wirkung nach einigen Minuten einsetzt. Bei neuerlichem Gusto nach einer Zigarette beißen Sie erneut hinein.

Der Kaugummi ist in den Dosierungen 2 mg und 4 mg erhältlich. Aufgrund der höheren Wirksamkeit sollte ab einem Konsum von 25 Zigaretten der 4 mg Kaugummi zum Einsatz kommen.

Es kann ungefähr ein Kaugummi pro Stunde gekaut werden, maximal jedoch 24 Stück pro Tag. Nach sechs bis acht Wochen sollte die durchschnittliche Dosis reduziert und bis zur zwölften Woche ganz ausgeschlichen werden.

In sehr seltenen Fällen kann es zu einer Abhängigkeitsentwicklung von Nikotinkaugummi kommen.

Nikotininhalator

Der Inhalator hat eine ähnliche Form und Größe wie eine Zigarette. In dem Kunststoff-Spitz befindet sich eine auswechselbare Kapsel mit Nikotin (15 mg), welches abgegeben wird, wenn man am Mundstück zieht. Bei Anwendung des Inhalators dauert es ca. 15 Minuten bis ein wirksamer Nikotinspiegel aufgebaut ist. Durch unterschiedlich starkes Paffen kann die aufgenommene Nikotinmenge variiert werden. Da die Aufnahme des Nikotins ausschließlich durch die Mundschleimhäute erfolgt, soll nicht in die Lunge inhaliert werden. Das Inhalieren in die Lunge kann zu Kratzen und Reizungen im Hals führen.

Der Inhalator kann möglicherweise einige der Verhaltensweisen, die mit dem Rauchen verbunden sind (z.B. orale und taktile Verstärkung, d.h. es fehlt etwas im Mund und/oder in der Hand) ersetzen. Er ist daher gut für jene Menschen geeignet, die mit dem Rauchen verbundene Handlungen und Bewegungen beim Rauchstopp anfänglich vermissen.

Nikotinlutschtablette

Bei der Lutschtablette wird das Nikotin durch einfaches Lutschen über einen Zeitraum von 20 bis 30 Minuten freigesetzt und über die Mundschleimhaut aufgenommen. Bei der Anwendung der Lutschtablette wird im Vergleich zu den entsprechenden Kaugummis ein höherer Nikotinspiegel im Blut erreicht. Die Lutschtablette ist in den Dosierungen 1 mg und 2 mg erhältlich.

Es kann alle 1-2 Stunden eine Tablette gelutscht werden, maximal 15 (2 mg) bzw. bis zu 30 Stück (1 mg) pro Tag. Danach wird die Dosis schrittweise über einen Zeitraum von insgesamt 12 Wochen reduziert.

Nikotinpflaster

Durch das Nikotinpflaster wird im Körper ein gleichbleibender Nikotinspiegel erzeugt und das Rauchverlangen und die Entzugssymptomatik gedämpft. Durch die kontinuierliche Nikotinzufuhr werden Nikotinwirkung und bisheriges Suchtverhalten entkoppelt.

Nikotinpflaster setzen über die Klebeschicht oder eine Zwischenmembran eine bestimmte Menge Nikotin frei. Ein ausreichender Nikotinspiegel wird etwa 25 – 30 Minuten nach dem Aufkleben des Pflasters erreicht. Für eine „notfallmäßige“ Anwendung ist das Pflaster also nicht geeignet.

Die Nikotinpflaster werden in drei Stärken angeboten und sollen 10, 20 oder 30 täglich gerauchte Zigaretten in 16 bzw. 24 Stunden ersetzen. Das Pflaster wird täglich gewechselt und sollte dann auf eine andere trockene und unbehaarte Stelle geklebt werden.

Das Pflaster wird „ausschleichend“ angewandt, wobei die höchste Pflasterdosierung vier bis sechs Wochen lang angewendet werden kann, die mittlere und geringste Dosierungsstufe jeweils zwei Wochen lang.

Es gibt keine Hinweise, dass es bei der Anwendung von Nikotinpflaster zu einer Abhängigkeitsentwicklung kommt.

Nikotinspray

Der Mundspray ist eine sehr schnell wirksame Darreichungsform von medizinischem Nikotin. Er stellt somit eine Hilfe in kritischen Situationen dar, in denen das Verlangen nach Nikotin akut gestillt werden soll. Ein Sprühstoß wird in den Rachenraum gesprüht. Nach einer Minute setzt die Wirkung ein. Die Aufnahme des Nikotins aus dem Sprühnebel erfolgt über die Mundschleimhaut. Der Spray kann bis zu drei Monate hindurch angewendet werden.

 

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Manche der Entzugserscheinungen werden von Raucherinnen und Rauchern als „Nebenwirkungen“ erlebt. Bei korrekter Anwendung von Nikotinersatztherapien sind für Raucher/innen, die an den Effekt von Nikotin aus der Zigarette gewöhnt sind, kaum Nebenwirkungen zu erwarten.

Bei Nikotinkaugummis, Nikotinlutschtabletten uns auch beim Mundspray kann es zu vermehrtem Speichelfluss, Schluckauf, Sodbrennen oder Magenschmerzen kommen. Bei letzterm kann es hilfreich sein, den Speichel, der nach dem Sprühstoß einsetzt, nicht hinunter zu schlucken, sondern nach einer Minute auszuspucken. Das Nikotinpflaster kann an der Stelle, an der es angebracht wird, allergische Hautreaktionen hervorrufen.

 

Kombination von zwei Präparaten

Für manche Raucher/innen reicht die Anwendung nur eines Nikotinersatzpräparates nicht aus, vor allem bei einer starken Tabakabhängigkeit (mehr als 6 Punkte beim Fagerström-Test und über 30 Zigaretten pro Tag). In diesen Fällen kann für acht bis zwölf Wochen das Nikotinpflaster angewendet werden und zusätzlich ein rasch wirksames Präparat (z.B. Nikotinkaugummi oder Nikotinlutschtablette), das innerhalb von vier bis sechs Wochen ausgeschlichen werden sollte.

Wenn Sie eine solche kombinierte Behandlung in Betracht ziehen, sollten Sie dies ärztlich abklären.

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Übersicht zu den häufig genutzten Produkten:

Gut passend bei Raucher/innen …

mit gleichmäßigem Zigarettenkonsum über den Tag verteilt.

welchen der Nikotingeschmack im Mund fehlt.

welchen das Hand zu Mund Ritual wichtig ist.

die Zuckerl mögen

die eine schnelle Wirkung in kritischen Situationen brauchen

Erhältlich in folgenden Dosierungen

16 Stunden Pflaster: 10/15/25 mg
24 Stunden Pflaster: 7/14/25 mg

2 mg
4 mg

Kapseln zu jeweils 15 mg

1 mg
1,5 mg
4 mg

1 mg/Hub

Nikotinaufnahme über …

Haut

Mundschleimhaut

Mundschleimhaut und Rachen

Mundschleimhaut

Mundschleimhaut

Vorteil

Einfach und diskret in der Anwendung – nur einmal täglich kleben

Situationsspezifisch und flexibel anwendbar
Kauen als Alternative zum Rauchritual

Die Nikotinmenge kann durch die Stärke des Saugens gut selbst bestimmt werden

situationsspezifisch und flexibel anwendbar

rasche Hilfe

Bitte beachten!

Anwendung erst mit Beginn der Abstinenz Vorsicht bei Pflasterallergie

Vorsicht bei Zahnersatz

Nicht in die Lunge inhalieren
Vorsicht bei Rachenentzündung

Vorsicht bei leicht reizbarer Magenschleimhaut

enthält Alkohol

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