E-Zigarette

Die elektrische Zigarette, auch E-Zigarette genannt, simuliert das Rauchen mit technischen Mitteln, ohne dabei Tabak zu verbrennen.

Der Rauch der E-Zigarette ist eine zur Verdampfung gebrachte Flüssigkeit (Liquid), die oft Nikotin und verschiedene Aromastoffe enthält. Für den Nebeleffekt ist in vielen Fällen Propylenglykol verantwortlich, das Glimmen der Zigarette wird durch eine Leuchtdiode simuliert.

Der Nebel (insbesondere bei Verwendung von Propylenglykol) kann Atemwegsreizungen hervorrufen, das enthaltene Nikotin macht auch in verdampfter Form körperlich und psychisch stark abhängig.

Da E-Zigaretten herkömmlichen Zigaretten ähneln, Nebel erzeugen und oft mit einer Leuchtdiode das Glimmen nachahmen, können sie aus der Ferne kaum von echten Zigaretten unterschieden werden. Die Verwendung von E-Zigaretten könnte somit dazu beitragen, dass das Rauchritual weiter aufrechterhalten wird.

Die wissenschaftliche Datenlage über die gesundheitlichen Auswirkungen bei wiederholtem, langfristigem Gebrauch ist zurzeit nicht ausreichend, auch fehlen einheitliche Produkt-Standards. Daher sind E-Zigaretten mit äußerster Vorsicht zu betrachten und weder eine „gesunde Alternative“ zur herkömmlichen Zigarette, noch eine bewährte Methode zur Rauchentwöhnung.

Ab 20. Mai 2016 fallen elektronische Zigaretten unter den Begriff „verwandte Erzeugnisse“ (TNRSG, 2. § 1 Z 1e). Somit erstrecken sich die Regelungen des Rauchverbots jetzt auch auf die Verwendung von elektronischen Zigaretten. E-Zigaretten dürfen nun also nicht mehr an Orten eingesetzt werden, an denen ein Rauchverbot gilt.

Mehr dazu:

Stellungnahme E-Zigaretten von VIVID der Fachstelle für Suchtprävention Steiermark

Stellungnahme (2014) und Informationsblatt des Deutschen Krebsforschungsinstituts

Elektrische Zigaretten – ein Überblick (DKFZ – Rote Reihe, Band 19)

Quellen:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Deutschland
VIVID der Fachstelle für Suchtprävention Steiermark