Wasserpfeife

Viele Menschen glauben immer noch, dass das Rauchen von Wasserpfeifen (Shishas) harmloser sei als Zigaretten- oder Pfeifenrauchen und außerdem nicht süchtig mache. Das stimmt nicht!
Der Rauch passiert zwar vor dem Einatmen das Wasser und kühlt dadurch aus, verliert aber dadurch nicht seine Giftstoffe und kann ebenso süchtig machen, wie jeder andere Tabakrauch. Die Meinung, das Wasser „filtere“ die Schadstoffe, ist daher ein Irrglaube!

Die Wasserpfeife stammt ursprünglich aus Indien und kam über den Iran in die arabischen Länder. In der Türkei entstand vor ca. 500 Jahren die heutige Form. Mittlerweile sieht man auch in Österreich vermehrt spezielle „Shisha-Cafes“ und die Wasserpfeife ist besonders unter Jugendlichen eine sehr beliebte Form des Tabakkonsums.

Die Funktion ist bei allen Wasserpfeifen gleich. Sie besteht aus Wasserbehälter, Aschenteller, Kopfdichtung und Kopfteller. Zum Rauchen wird eine Mischung aus Tabak, Melasse und Glycerin (=Feuchthaltemittel) verwendet. In Fertigmischungen sind meist auch diverse Zusatzstoffe (u. a. Früchte, Essenzen, Säfte, Sirup, Hölzer, Harze, Zellulose, Aromastoffe,…) enthalten. Diese Zusatzstoffe überdecken den eigentlichen Geschmack des Tabaks. Unterschiedliche Geschmacksrichtungen machen das Shisha-Rauchen für Kinder und Jugendliche besonders attraktiv. Durch die geringere Temperatur der Wasserpfeife wird das Rauchen zusätzlich erleichtert, denn durch die Kühlung kann tiefer inhaliert werden.

© www.yolo.at

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Wasserpfeife – schädlich?

Der Gebrauch der Wasserpfeife ist nicht weniger schädlich als das Zigarettenrauchen. Die oftmals angenommene Filterwirkung durch das Wasser konnte nicht bestätigt werden. Im Gegenteil, über den Rauch von Wasserpfeifen werden teilweise sogar größere Mengen an Schadstoffen aufgenommen als über filterlose Zigaretten. Das gilt insbesondere für Teer und Kohlenmonoxid, sowie für die Giftstoffe Arsen, Chrom und Nickel.
Auch die Suchtgefahr ist nicht zu unterschätzen. Beim Rauchen der Wasserpfeife wird meist ein höherer Anteil des Suchtstoffes Nikotin aufgenommen als durch den Konsum von Zigaretten. Regelmäßiges Wasserpfeifen-Rauchen führt erwiesenermaßen zur Konsumerhöhung, erschwert den Rauchausstieg und erleichtert den Suchteinstieg.

Zusätzliches Gesundheitsrisiko:

Da die Wasserpfeife meistens in Gemeinschaft mit anderen geraucht wird, ist das Risiko, eine Infektionskrankheit (z. B. Tuberkulose oder Helicobacter-pylori-Infektionen) zu bekommen, erhöht. Auch ist der Passivrauch der Wasserpfeife noch gefährlicher als der von Zigaretten.

Mehr dazu:

Vorsicht Wasserpfeife Infobroschüre der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung, Deutschland

Infoblatt Wasserpfeife ARGE Suchtvorbeugung, Österreich

Quelle:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Deutschland