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Von: Das RauchfreiTelefon | 6. Juli 2020 | Gesundheit und Rauchstopp, Rauchfreies Leben

Tabakfreie Nikotinprodukte – auch nicht gesund!

Unterschätzte Gesundheitsrisiken und Abhängigkeitsrisiken durch Nikotinbeutel

Die neuen Nikotinprodukte sind Säckchen mit Nikotinsalzen, die unter die Oberlippe geschoben werden. So gelangt das Nikotin durch die Mundschleimhaut ins Blut. Nach ca. 20 Minuten können sie wieder entfernt werden. Diese Produkte sind dem – am österreichischen Markt verbotenen – Snus in Anwendungsart, Geruch und Geschmack sehr ähnlich. Snus ist eine Tabakmasse, die häufig in kleinen Beutelchen verpackt ist, die man zwischen das Zahnfleisch und die Oberlippe schiebt. Die neuen Produkte enthalten keinen Tabak, sondern Nikotin in Form von Nikotinsalzen und fällt daher nicht unter das Tabakgesetz. Den Produkten sind andere Inhaltsstoffe wie Aromen, Salze oder Feuchthaltemittel beigemengt.  Die Nikotinbeutel gibt es mit „frischen Aromen (z.B. Minze, Rhabarber, Johannisbeere)“ und sprechen dadurch gezielt jugendliche Nutzer/innen an.

Wie schädlich sind diese Produkte?

Nikotinbeutel – oft über lange Zeiträume – im Mund zu haben, hinterlässt wie auch Rauchen körperliche Spuren. Die krebserzeugenden Substanzen in rauchlosen Tabakprodukten können zu Bauchspeicheldrüsenkrebs, Mundhöhlenkrebs und Speiseröhrenkrebs führen. Weitere Gesundheitsgefahren können beispielsweise Zahnverlust, Zahnfleischrückgang, Frühgeburten und schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck sein.

Problematisch ist auch, dass nicht klar ist, welche Menge an Nikotin über die Beutel aufgenommen wird. Genauso wie bei der Zigarette ist das Suchtpotenzial von Nikotinsalzen sehr hoch: Konsument/-innen können stark und schnell abhängig werden. Bald schon sind sie regelmäßige Kunden und Kundinnen in der Trafik.

Tabakbeutel als Nikotineinstieg!

Problematisch ist vor allem, dass die Werbung gezielt nichtrauchende Menschen anspricht, vor allem auch Jugendliche. Die Erfahrungen aus Schweden, wo Snus erlaubt ist, zeigt, dass es ein beliebtes Nikotin – Einstiegsprodukt für Jugendliche ist.

Nikotin ist und bleibt Nikotin!
Gehen Sie mit diesen Nikotinprodukten genauso um wie mit Zigaretten! Äußern Sie als Eltern oder Pädagogin/Pädagoge Ihre kritische Haltung in Bezug auf Abhängigkeit und Gesundheitsschäden der rauchlosen Tabakprodukte. Für ein Gespräch mit Ihrem Kind bzw. mit Jugendlichen helfen Ihnen folgende Punkte auf unserer Homepage. Auch bei der Entwöhnung von Nikotinsalzen können Sie vorgehen wie bei einem Rauchstopp. Nutzen Sie dafür professionelle Unterstützung, wir beraten und informieren Sie gerne.

Quellen:

https://www.dkfz.de

https://www.vivid.at

https://www.gesundheitstipp.ch

https://www.derstandard.at

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Alternativen zum Rauchen

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