Definition und Auswirkungen

Was versteht man nun unter Passivrauch?

Passivrauch setzt sich aus dem Nebenstromrauch und dem Hauptstromrauch zusammen. Der Nebenstromrauch entsteht beim Verglimmen einer Zigarette zwischen den Zügen. Hauptstromrauch bezeichnet jenen Anteil, den der Raucher/die Raucherin einsaugt und wieder ausatmet. Wenn Tabakrauch über die Atemluft von Menschen aufgenommen wird, spricht man von Passivrauchbelastung bzw. Passivrauchen (sog. secondhand-smoke).

Auswirkungen

Täglich sterben in Österreich zwei bis drei Personen an den Folgen des Passivrauchs.

Die überwiegende Anzahl davon erleidet einen Schlaganfall oder Herzinfarkt, aber auch Lungenkrebs sowie chronische Lungenerkrankungen und Asthma zählen zu den möglichen Auswirkungen von Passivrauchbelastung. Neben chronischen Erkrankungen löst Passivrauch auch akute Symptome wie Augenbrennen, Kopfschmerzen, Reizungen der Atemwege und Müdigkeit aus. Auch Schwellungen und Rötungen der Schleimhäute, vermehrte Infektanfälligkeit, Schwindelanfälle, und Atemlosigkeit können als Folge von Passivrauch auftreten.

Besonders betroffen vom Passivrauch ist die Lunge

Die Lungenfunktion von Nichtrauchern und Nichtraucherinnen kann durch Passivrauch bei mäßiger körperlicher Anstrengung um bis zu 8% eingeschränkt sein. Nichtraucher/innen, die Passivrauch ausgesetzt sind, haben ein um 20-30 Prozent erhöhtes Risiko an Lungenkrebs zu erkranken.

Das Gesundheitsrisiko besteht auch nach dem Zeitpunkt des Rauchens der Zigarette weiter, denn die feinen Rauchpartikel verschwinden nicht, wenn nicht mehr geraucht wird.
Ganz im Gegenteil: sie lagern sich auf Haut, Haaren und Kleidung ab genauso wie an Wänden, Vorhängen, Böden, Decken und Gegenständen. Von dort werden sie wieder an die Umgebung abgegeben, auch wenn gar nicht mehr geraucht wird. So geht auch vom kalten Rauch eine Gesundheitsgefährdung aus. Lüften reicht nicht aus, um die Schadstoffe zu beseitigen.

Quellen:
Österreichische Krebshilfe
Deutsches Krebsforschungszentrum