Fragen zur E-Zigarette

 

Eine sehr häufige Anfrage am Rauchertelefon betrifft unsere Einschätzung zum Thema E-Zigarette. Anrufer/innen möchten gerne wissen, ob wir die E-Zigarette empfehlen oder nicht.

 

Kurz zusammengefasst:

 

Es gibt viele offene Fragen die Sicherheit, Unschädlichkeit und das Suchtpotenzial der E-Zigarette betreffen, weshalb wir von der Verwendung dieses Produktes ABRATEN.

 

Im folgenden Blog zum Thema E-Zigarette möchten wir die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassen und die häufigsten Fragen dazu beantworten. Zunächst aber eine kurze Beschreibung der Funktionsweise der E-Zigarette.

 

Was ist die E-Zigarette genau?

 

E-Zigaretten sind von ihrer Größe und Form her „normalen“ Zigaretten ähnlich. Die E-Zigarette funktioniert durch das Verdampfen einer Flüssigkeit (sogenannter „Liquids“). Die Flüssigkeit wird in Kartuschen in die E-Zigarette eingesetzt und durch einen batteriebetriebenen Mechanismus erhitzt, so dass der Dampf eingeatmet werden kann.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf unsere Homepage unter

https://rauchfrei.at/fakten/andere-tabakprodukte/e-zigarette/

 

Sind E-Zigaretten gesundheitsschädlich?

 

Es gibt eine Fülle an Hinweisen aus wissenschaftlichen Untersuchungen, dass E-Zigaretten gesundheitsschädlich sind. So können beispielsweise beim Verdampfen der Liquids (Flüssigkeit in den Kartuschen, die in die E-Zigarette eingesetzt werden) krebserregende Substanzen wie Formaldehyd, Acetatdehyd und Acrolein entstehen. Diese sind auch im Tabakrauch enthalten.

 

Studien zeigen weiters, dass einige Kartuschen giftige sowie teilweise krebserregende Komponenten enthalten (Etter JF & Bullen C, 2011. Electronic cigarette: users profile, utilization, satisfaction and perceived efficacy)

Außerdem können die Inhaltsstoffe der Liquids wie beispielsweise die Vernebelungsmittel Propylenglycol und Glycerin ein Gesundheitsrisiko darstellen.

 

Gefahren für Dritte sind nach derzeitigem Erkenntnisstand auch nicht auszuschließen, da fraglich ist, was Raucher/innen von E-Zigaretten tatsächlich inhalieren bzw. ausatmen.

 

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Diskutieren Sie mit! Derzeit 3 Kommentare

  1. 1 Michael Ullrich Kommentar vom 18. 12. 2012 um 05:30:

    Darf ich Sie bitten den Absatz die EZigarette und vorallem über krebserregende Stoffe zu überarbeiten. Der Wissensstand ist aus dem Jahre 2009. Sogar der FDA (Federal Drug Administration in den USA) selbst, die die Studie gemacht hat, wurde vom Obersten US Gericht verboten diese wegen Irreführung zu verwenden. Die Konzentration der gefundenen krebserregenden Stoffe entspricht derer von der FDA selbst zugelassenen Nikotinersatzprodukten (Kaugummis, Pflaster, etc) und ist nicht nur nicht toxisch, sondern so gering das sie nicht genau gemessen werden konnte (überhalb der Nachweisgrenze aber unterhalb der Messbaren Menge).
    Fast alle Nikotinersatzprodukte können diese Verunreinigen aufweisen da Nikotin aus der Tabakpflanze gewonnen wird.
    Die Belastung durch eine tabakverbrennenden Zigarette ist zB. tausendmal höher. In Bier, und anderen Lebensmitteln dürfen per Gesetzt mehr dieser Giftstoffe vorhanden sein ohne das deren Verkauf veboten ist.

    Trotz alledem wurde die letzten Monate, vorallem in Deutschland und nun auch bei uns, diese Halbwahrheiten verbreitet. Jeder schreibt von dieser Studie ohne sich auch nur einmal zu erkundigen was es damit auf sich hat, ganz zu schweigen das sie nicht aussagekräftig und irreführend ist (laut US Gericht).

    Viele Organisationen wie zB die American Council on Science and Health (ACSH) tadeln die FDA sogar für ihre „quit or die“ Politik und absichtlichen Verläumdungen der EZigarette. Zuletzt bei der heutigen FDA Anhörung die im Internet zu verfolgen war.
    Der vom Rauchen verursachte Schaden geht alleine vom Verbrennungsvorgang des Tabaks und dessen Rauch aus und NICHT vom Nikotin selbst. Nikotin, in hohen Dosen ein toxisches Nervengift, wird aber sogar von der FDA gleich eingestuft wie Koffein und ist in geringen Dosen nicht giftig oder krebserregend.

    In keiner der neueren Studien, und davon gibt es viel mehr als uns manche Leute sagen, wurden krebserregende Stoffe gefunden.
    Der Hauptinhaltsstoff (Propylenglycol) nehmen wir täglich zu uns, sei es in der Medizin (Cremen, Asthmainhalatoren), Lebensmittelindustrie (Zahncreben, Hustensaft) oder anderwertig wie zum Beispiel in Klimaanlagen von Spitälern, da dieser Inhaltsstoff leichte Antibakterielle Wirkungen hat und Lungenentzündungen verhindern kann. Studien über diesen Lebensmittelzusatzstoff gibt es zirka seit den 70er Jahren zu genüge.
    Lebensmittelaromen sind ebenso von der EU geprüft und wir nehmen sie täglich zu uns, und das nicht nur in Süßigkeiten die an Kinder verkauft werden.

    Die Studie in der sie, von ihnen behauptet giftige Kartuschen gefunden haben sollen, war eine Onlinebefragung, in der über 3500 Benutzer befragt wurden. Auch wenn die Samplemenge recht gering ist kam dabei heraus das EZigaretten besser funktionieren (sowohl beim Rauchstopp als auch beim reduzieren) als Nikotinpflaster und Kaugummis (bei der heutigen FDA Anhörung sprachen sie von lediglich unterhalb 8% Erfolgschancen)

    Der Letzte Absatz ist ebenso hetzerisch wie Unwahr. zB die letzte Studie (Okt. 2012) aus Neu Seeland –
    quote: “The results of this study confirm the findings of my last 4 years of research. E-cigarettes pose no discernible risk to public health.“ – Dr. Murray Laugesen – Public Health Medicine Specialist, Health New Zealand

    und das ist nicht die einzige Studie die zu diesem oder ähnlichem Ergeniss kommt.

    Keine Ahnung welche Studien sie hier genau Zitieren oder welche sie lesen oder ignorieren, aber ich würde jedem der sich ernsthalft mit dem Thema beschäftigen will, zumindest auf die Wikipediaseite zu informieren, da gibt es wenigstens Quellenangaben und man kann sich die Studien selbst ansehen.

    Natürlich braucht es noch mehr und größere Studien, aber alles bis jetzt Bekannte und Erforschte deutet auf eines hin –

    Jede Form von verbrennungsfreiem Zigaretten(Nikotin) Ersatz ist hundertmal besser als bei den Tabakzigaretten zu bleiben.
    Schon klar das Nichtrauchen am Besten ist, aber weltweit mehreren Millionen E-Zigaretten Benutzern mit Halbwahrheiten zu verunsichern und eine weniger Gesundheitsschädliche Alternative vorzuenthalten hilft ihrem löblichem Bemühen Leuten beim Rauchstopp zu helfen nur sehr kurzfristig, die Mehrheit für die es nach vielen gescheiterten Versuchen die letzte Möglichkeit ist werden wahrscheinlich wieder zur bewiesendermaßen tödlichen Tabakzigarette greifen, und das ist wohl das schlechteste was passieren kann.

    Rauchen tötet, gesündere Alternativen vorzuenthalten bzw unbewiesen schlechtzureden auch !

    Mit freundlichen Grüssen

    • Nina Heumayer Kommentar vom 21. 12. 2012 um 17:25:

      Danke für Ihre kritische Stimme. Es gibt unterschiedliche Meinungen zum Thema E-Zigarette. Wir berufen uns in unseren Artikeln unter anderem auf Veröffentlichungen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Bundesministeriums für Gesundheit, der Fachstelle für Suchtprävention Steiermark sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

      Im Folgenden exemplarisch einige unserer Quellen:

      Fachstelle für Suchtprävention Steiermark (VIVID) 2011 Stellungnahme zur E-Zigarette. Steiermark.

      Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) 2010 (Hg.): Elektrische Zigaretten. Heidelberg.

      Etter J-F, Bullen C (2011): Electronic cigarette: users profile, utilization, satisfaction
      and perceived efficacy. Addiction.

      Schripp T., Markewitz D., Uhde E., Salthammer T. (2012) Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI). Does e-cigarette consumption cause passive vaping?. Indoorair.

      DKFZ Newsletter Nr. 44 Juli 2011 des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle am deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg.

      Bundesinstitut für Risikobewertung. Fragen und Antworten zur E-Zigarette (2012). Deutschland.

      Bundesinstitut für Risikobewertung. Stellungnahme Nr. 016/2012 des BfR vom 24. Februar 2012. Liquids von E-Zigaretten können die Gesundheit beeinträchtigen. Deutschland.

      Bisher gibt es keine wissenschaftlich fundierten Langzeitstudien zur Eignung der E-Zigarette in der Tabakentwöhnung.

  2. 1 Michael Ullrich Kommentar vom 18. 12. 2012 um 06:41:

    Ich möchte Sie auch, auf Ihrer hier verlinkten Infoseite zur EZigarette, hinweisen die mmN einige grobe Fehler enthält:

    zB „(Liquid), die Nikotin UND verschiedene Aromastoffe“

    Viele EZigarette Benutzer verwenden Liquid OHNE Nikotin. Nicht nur weil es in Österreich nur Liquid ohne Nikotin zu kaufen gibt sonder auch weil viele es langsam reduzieren.

    Die von Ihnen Beschriebenen EZigaretten (mit Leutdiode und Ähnlichkeit zur normalen Zigaretten) ist das billigste und wohl auch schlechteste Modell (meist EinwegEZigarette).
    Die meistverkauften EZigarette, mit annehmbarer Batterielebensdauer und Liquidvolumen ähneln in Größe und Aussehen eher einem Kugelschreiber und sind nicht mit normalen Zigaretten zu verwechseln (zB eGo-T Modell)

    „In Österreich sind E-Zigaretten als Arzneimittel bzw. Medizinprodukt eingestuft und nicht zum Verkauf zugelassen.“

    Nur nikotinhaltige Liquids sind in Österreich als Arzneimittel eingestuft und dürfen im Handel nicht verkauft werden. Eigenimport und Besitz ist aber erlaubt.
    Liquids ohne Nikotin sowie EZigaretten dürfen sehr wohl verkauft werden.
    Die Einstufung selbst wurde bei uns schon 2007 still und heimlich vorgenommen.
    Die Missinformationen des letzten Jahres in Deutschland (BfR, Grüne) und USA (FDA) beruhen meist auf den Bemühungen diese ebenfalls als Arzneimittel einzustufen, bis jetzt wurde das aber meist per Obergericht verhindert.

    Klar sollte es mehr und umfangreichere wissenschaftliche Daten geben. Und Dampfen sollte nicht als gesundes Rauchen beworben werden ABER sie ist laut allen derzeit vorhandenen Studien viel unschädlicher als normale Tabakzigaretten. Sogar die Studien die Sie hier aufführen, in denen krebserregende Stoffe gefunden wurden, ist die Konzentration im Vergleich zu Tabakzigaretten verschwindend gering.

    Über 5000 griftige Stoffe sind in Tabakzigaretten (100te davon höchst krebserregend)

    In EZigaretten wurden bis jetzt wieviele gefunden ? und vorallem in welcher Konzentration !? ähnlich den Kaugummis und Pflaster …

    In vielen Studien wurde in EZigaretten nichts schädliches gefunden. Nur einige Beispiele: 9.2012: „5 Dampfer die 5h in einem kleinen unbelüfteten Raum Dampfen erzeugen keinen messbaren Nikotinwert in der Luft“ – „es könnte ungesünder sein in einer Großstadt einzuatmen als mit einem Dampfer in einem Raum zu stehen“

    In den einzigen 2 Studien in denen Spuren von krebserregende Stoffe in Ezigaretten gefunden haben waren sie A) von der Menge her so gering das es nicht einmal genau messbar war bzw in der Größenmenge von Nikotinkaugumis, resultierend aus der Nikotingewinnung oder B) die Ezigarette unsachgemäß (extrem überhitzt) betrieben wurde (Studie für eine neue Meßmethode von Acrolein – keine Studie über Ezigaretten an sich)
    Alle anderen Möchtegernstudien reden nur von „vielleicht“ „könnte“ „nicht auszuschließen“ „wir wissen es nicht“, vorallem die von Experten viel kritisierte Presseinformation der BfR.

    Und sie schreiben in fetten Buchstaben das es keine „gesunde Alternative“ zu herkömmlichen Zigaretten sei !?

    Was würden Sie einem Raucher der es mit Ihrer Hilfe nicht schaft aufzuhören raten ? weiterzurauchen weil es keine „gesunde(gesündere) Alternative“ ist ……

    Mit freundlichen Grüßen

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