„Wirksame Tabakentwöhnung“ – diesem Thema widmete sich das 19. Vernetzungstreffen Tabakprävention und -entwöhnung

 

Rund 1/3 aller Raucher/innen nehmen jährlich einen Rauchstopp in Angriff. Die Rückfallquote ist hoch: bei jenen, die ohne Unterstützung aufhören 95 %, bei jenen, die mit Unterstützung aufhören zwischen 60 und 90 %. Mit Hilfe gelingt der Rauchstopp besser.

 

Was sollten Rauchfrei-Programme enthalten, um hilfreich und damit wirksam zu sein?

 

Umgang mit Entzugserscheinungen und Craving: Dr. Kröger vom IFT-Gesundheitsförderung München zeigte auf, dass es wichtig ist, Raucher/innen über mögliche Entzugserscheinungen und sogenanntes Craving aufzuklären. Unter Entzugserscheinungen versteht man körperliche Symptome, die Aufgrund des Nikotin-Entzugs auftreten können. Unter Craving fällt das Verlangen nach einer Zigarette, das durch unterschiedliche Reize ausgelöst werden kann, wie z.B. einer Tasse Kaffee oder dem Gefühl sich belohnen zu wollen. Hören Raucher/innen auf zu Rauchen ist es normal, dass Craving auftritt. Daher ist es wichtig, den Umgang damit zu lernen.

 

Desillusionierung: Raucher/innen erleben jeden Tag zahlreiche Male die positive Verstärkung des Rauchens. Nach einer Zigarette fühlen sie sich erleichtert. Allerdings hätten sie das Gefühl des Suchtdrucks gar nicht erst, wenn sie nie angefangen hätten zu Rauchen. Die negativen Aspekte des Rauchens und die positiven Aspekte eines rauchfreien Lebensstils sollen immer wieder in Erinnerung gerufen werden. Wiederholung ist hier ein wichtiges Element!

 

Entpathologisieren des Scheiterns: Ausrutscher und Rückfälle kommen vor, fast alle Exraucher/innen wissen das. Entscheidend ist, wie sich ehemalige Raucher/innen danach verhalten. Da gilt es zu vermitteln, dass es sinnvoll ist, mit einem rauchfreien Lebensstil weiter zu machen. Ganz nach dem Motto: „Aufstehen, Krone richten, weitermachen!“

 

Selbstwirksamkeitserwartung:  „Ich kann es schaffen!“, „Ich traue mir das zu!“ – Studien zeigen, dass die Zuversicht von Raucherinnen und Rauchern, dass sie den Rauchstopp schaffen können, ausschlaggebend für die Rauchfreiheit ist. Entwöhnangebote sollten daher besonders darauf achten, die Selbstwirksamkeitserwartung zu steigern.

 

Welches Angebot passt zu mir?

 

Raucher/innen, die aufhören wollen, haben ganz unterschiedliche Zugänge, wie der Rauchstopp individuell klappen kann. In Österreich gibt es zahlreiche Angebote zur Tabakentwöhnung, von Einzelberatungen über Rauchfrei-Kurse bis hin zu stationären Programmen. Einen guten Überblick – unter anderem nach Bundesländern sortiert – finden Sie hier: https://rauchfrei.at/aufhoeren/weitere-beratungsangebote-in-oe/

 

 

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