Wirkt sich das Tabakgesetz zum NichtraucherInnenschutz auf die Frühgeburtenrate aus?

 

Die Ergebnisse einer  belgischen Studie die im Februar dieses Jahres in der britischen Ärztezeitung BMJ veröffentlicht wurde, zeigen:

 

Ja, das tut es!

 

In Belgien kam es in den letzten Jahren zu einer sukzessiven Verschärfung des Tabakgesetzes und des NichtraucherInnenschutzes, so wurde 2006 das Rauchen am Arbeitsplatz verboten. Ein Jahr darauf folgte der Rauchstopp in Restaurants und seit Anfang 2010 herrscht auch in Bars striktes Rauchverbot.

 

Schon lange bekannt sind die negativen Auswirkungen des aktiven Rauchens von schwangeren Frauen auf das ungeborene Baby. Die Schadstoffe die durchs Rauchen aufgenommen werden führen zu Verzögerungen im Wachstum, weiter kommt es zu einer verkürzten Schwangerschaft.

 

Auch konnten frühere Studien schon den negativen Einfluss von Passivrauch auf das Geburtsgewicht  zeigen.

 

Die belgischen Forscher und Forscherinnen konnten nun in Ihrer Untersuchung von schwangeren Frauen den Zusammenhang zwischen der Einführung der verschiedenen Rauchverbote (am Arbeitsplatz, in Restaurants und Bars) und einer Reduktion der Frühgeburtenzahl aufzeigen.

 

In den Jahren vor Einführung dieser Gesetze konnte kein Trend in diese Richtung festgestellt werden.

 

Mit diesen Ergebnissen werden ein weiteres Mal die Gewinne durch den NichtraucherInnenschutz aufgezeigt. Besonders schön, schon die Jüngsten unter uns profitieren!

 

 

Quelle: Cox B., etal., (2013) Impact of a stepwise introduction of smoke-free legislation on the rate of preterm births: analysis of routinely collected birth data. BMJ 2013 346-441

 

 

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